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Absegle-Vereinswochenende 26./27. Oktober 2002

Das diesjährige Absegelwochenende im Oktober war ein sehr windiges (es gab Sturmwarnung für beide Tage). Weil unsere Boote nur bis 6 Windstärken versichert sind, verbot uns der Vorstand die letzte Gelegenheit dieses Jahr zu nutzen um raus zu fahren und unserem Lieblingssport nachzugehen. Natürlich begannen wir zu Diskutieren und uns fürchterlich aufzuregen - ohne Erfolg. Zum Glück wie sich später herausstellte...

Vorerst wurden die Bastelaktivitäten des nächsten Tages vorverlegt um die Massen zu Beschäftigen: Papierflieger bauen. Das hört sich jetzt vielleicht ein wenig kindisch an. Alles lief aber unter fachmännischer Anleitung von unserem Festausschuss Jens und einer Bastelanleitung in Form eines Buchs. Im Endeffekt hat das auch Spaß gemacht, v.a. weil es wirklich funktioniert hat. Die Flieger flogen - meistens - richtig gut und blieben recht lange in der Luft.

Später ließ der Wind scheinbar nach. Der Vorstand (Hendrik und Anne) ließ sich breitschlagen, die Randmeerjolle auslaufen zu lassen. Mit Jens Z., Jens J., Sydney und Vicky als Besatzung sollte eigentlich nichts schief gehen. Diese genialen Seeleute hatten aber beschlossen, nur die Fock zu setzen und "erst mal zu gucken". Ein fataler Fehler! Der Wind war immer noch sehr heftig und ohne Großsegel war es nicht möglich das Boot unter Kontrolle zu behalten. Nach kurzer Zeit nahmen sie auch das letzte Segel herunter und ließen sich an die Anlegestelle der Segelschule Hering treiben. Von dort mussten wir sie mit unserem Käpt'n Boysen (Motorboot) "retten".

Als alle wieder an Land waren, kam das nächste Unglück. Wir standen am Ufer und sahen den Mast eines anderen Seglers erst um die Hälfte, dann gänzlich einknicken. Sofort wurde unser KB wieder bereit gemacht um erneut Hilfe zu leisten. Besonders viel konnten wir mit dem schwachen Motor nicht ausrichten, aber zumindest waren wir vor anderen Rettungskräften am Ort (DLRG und WSP ließen sich fast eine halbe Stunde Zeit - gut zu wissen, dass man im Notfall auf schnelle Hilfe hoffen kann).

Diese zwei Ereignisse, bei denen glücklicherweise niemand verletzt wurde, mussten abends bei einem ausgiebigen Grillen verarbeitet werden ;-)

Nachts folgte das traditionelle Geländespiel. Obwohl es ziemlich kalt war, hat es den Meisten großen Spaß gemacht. Die fangende Mannschaft muss ihre versteckten Gegner aufspüren, einfangen und in ein Gefängnis (Klettergerüst) bringen. Die Versteckten ihrerseits müssen versuchen zu diesem Klettergerüst zu gelangen und sich bzw. andere Gefangene dadurch freischlagen. Eigentlich normales "Fangen"; durch die Dunkelheit und die Größe des Terrains wird daraus aber ein Geländespiel...

Am nächsten Morgen ging es viel zu früh weiter. Warum kann man nicht erst um 9.00 Uhr Frühstücken??

Na ja zumindest war der Wind schwächer geworden (dieses Mal wirklich) und jeder, der wollte, durfte segeln gehen. Das ließen wir uns nicht entgehen und bestiegen den Roten Baron um zu zeigen, dass es möglich wäre ihn auch bei ein wenig stärkeren Winden zu kontrollieren. Natürlich war es für erprobte Segler wie Hendrik, Fischi, Lukas und mich kein Problem. Auch Verena und Sydney auf dem 420er Poldi bzw. Carsten und Anne auf einem Korsar namens Sundreamer hatten ihren Spaß.

So war es insgesamt doch noch möglich, die Saison mit einer Letzten gelungenen "Segel-Aktion" zu beenden und genügend für die folgenden Herbstarbeiten zu motivieren....

Kolja Rösch

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