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Der Randmeertörn - Reisebericht über einen Dreitagestörn

Boot: Roter Baron Klasse: Randmeer Jolle Besatzung: Jakob, Fischi, Kolja

Vor der Fahrt ************* Die direkten Vorbereitungen begannen eigentlich erst zwei Tage vor Beginn. Wir fingen an uns zu überlegen was wir alles brauchten. Auf den letzten Drücker machten wir auch die letzten Besorgungen. Hier nur ein kleiner Auszug aus dem Kram, den wir dabei hatten: - 24l Wasser - drei Brote - Wurst, Marmelade etc. - Schlafsäcke, Isomatten - ein Zelt - und vieles mehr

1. Tag ****** Naja, als wir endlich los wollten, war der Wind eingeschlafen. Er ließ uns im Stich, aber die Technik siegte über die Natur, denn wir wurden von Laslo geschleppt. Als der Wind gnädiger gestimmt war (durch einige Opfergaben an den Wannseegott), kappten wir die Leinen und segelten nach alter Tradition, mit Windkraft weiter. Egal wie wenig Wind, der Rote Baron fährt immer. Wir kamen also ein gutes Stück voran, eigentlich zu weit, denn gegen Abend waren wir in einer Sackgasse, und ausweichen ging auch nicht, weil bei der Glienicker Brücke, lauter niedrige Brücken sind, unter denen wir nicht durchkommen. Wir hatten auch keine Lust den Mast zu legen. Also warfen wir den Anker über Bord (natürlich mit Ankerleine *g*) und vertäuten unser Boot zusätzlich an Land. Für die Nacht legten wir das Großsegel wie ein Zelt über den Baum, um vor Wind und Regen geschützt zu sein. Wir waren am Verhungern, und weil eine hungrige, unzufriedene Mannschaft häufig meutert, kamen wir auf die geniale Idee zu kochen... Es gab Linsen, mit Brot und Fleisch. Die Linsen mussten wir in der Dose warm machen, weil wir leider nicht auf die kluge Idee gekommen waren einen Topf mitzunehmen. Trotzdem hat es gut geschmeckt. Wohlgenährt, machten wir uns zu unserem ersten Landeinsatz fertig. Wir durchkämmten das feindliche Hinterland. Gut getarnt, fielen wir kaum auf... Nach erfolgreicher Mission wollten wir unseren freundlichen Nachbarn, die 200 Meter neben uns grillten, Bier abkaufen, was sie aber ablehnten, da sie sich selbst nicht ausreichend versorgt hatten. Nach einer Runde nächtlichen Schwimmens gingen wir schlafen... ... leider nicht lange, denn in der Nacht wurden wir von einem Kampfgeschwader feindlicher Mücken attackiert. Wir nutzen Rauch um sie zu vertreiben, ich schrieb einen Bericht an flo, die nicht mitkommen konnte, weil sie sich zwei Bänder gerissen hatte und im Krankenhaus lag.

2. Tag ****** Am nächsten Morgen, ging es mit wenig Wind weiter. Wir frühstückten gemütlich und fuhren zurück in Richtung Glienicker Brücke. Dort angekommen gingen Jakob und ich an Land um unsere Versorgung mit Chips und Flüssigbrot zu sichern. Fischi bewachte währenddessen das Boot. Das Landungsteam ging nun in Badeshorts, barfuss, und mit einem wasserdichten Kanusack durch Potsdamm bis zu einer Tankstelle und zurück. Wir ernteten eine Menge belustigter und verwunderter Blicke. In Rekordtempo lichteten wir den Anker und flohen vor den uns verfolgenden Eingeborenen. Da der Wind aufgefrischt hatte, konnte die Randmeer endlich zeigen was in ihr steckt... Hinter der Pfaueninsel liefen wir auf einer Sandbank auf. Durch taktisches Heraufholen des Schwertes konnten wir aber den Fängen des Wannsees entfliehen. Nach einer kurzen Pause im Verein, wo wir die sanitären Anlagen benutzten und einen Topf mitnahmen, segelten wir weiter nach Lindwerder. Dort ankerten wir wieder und machten uns Chili Con Carne. Auch dieser Abend durfte nicht ohne Landeinsatz vergehen. Diesmal hatten wir aber ein konkretes Ziel: der Grunewaldturm!!! Es war genial, feindliche Truppen liefen zwei Meter hinter uns vorbei, ohne uns zu bemerken... Die Tarnung war perfekt. So war auch das Überraschungsmoment auf unserer Seite, zu dritt sprangen wir gleichzeitig aus unserem Versteck und durchquerten das Restaurant unter den verdutzten Blicken der Kellner und Gäste. Der Rückweg ging durch vollkommene Dunkelheit, da wir nicht mal eine Taschenlampe dabei hatten. Trotzdem bahnten wir uns den Weg durch den Wald und ereichten nach einiger Zeit unser Schiff. Dieser Abend wurde wieder durch eine Runde Schwimmen beendet. Dieses Mal waren wir aber klüger und schlugen zum Schutz vor den Mücken Jakobs Zelt an Deck auf.

3. Tag ****** Der nächste Tag begann sehr mühsam, wir waren alle müde. Trotzdem lichteten wir den Anker und machten uns auf den Heimweg. Währenddessen aßen wir Brot mit Käse, Hartwurst und anderem zum Frühstück... Im Verein angekommen begannen wir damit alles aufzuräumen und den ganzen lästigen Kram zu erledigen, der nach ner Menge Spaß immer anfällt.

Schlusswort *********** Insgesamt war der Törn genial lustig... Das ist nicht das Ende... Wir kommen wieder und machen die Sieben Weltmeere unsicher...

Die Randmeer-Crew

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